Freitag, 4. November 2016

Wir ziehen um

Hallo,
ich habe in letzter Zeit den Spaß an diesem Layout verloren und deshalb beschlossen, meinen Blog auf eine komplett von mir gestaltete Seite umzulagern. Deshalb werdet ihr unsere Beiträge in Zukunft hier finden:
http://larakrabichler.wixsite.com/blog

Bitte passt auf, wenn ihr den Link eingebt. Ohne das /blog hinten dran funktioniert es leider nicht.
Ich freue mich schon, euch dort begrüßen zu dürfen!
Eure Lara

Dienstag, 19. Juli 2016

Zeit für Pferde - keine Eile im Stall

Du hast es sicher schon einmal erlebt, dass du nach der Schule oder Arbeit schnell in den Stall gehetzt bist, damit das Pferd noch schnell geritten wird, oder zumindest longiert. Und natürlich hat an diesem Tag einfach gar nichts geklappt und alles länger gedauert, wahrscheinlich hast du dein Pferd sogar ganz wütend einfach wieder in die Box gestellt, ohne einen guten Abschluss.
Aber hast du schon einmal daran gedacht, dass es eben deswegen nicht geklappt hat? Ganz einfach weil du keine Zeit hattest? Hat vielleicht einfach deswegen alles doppelt so lange gedauert?
Pferde merken, wenn jemand sich keine Zeit nimmt, und wenn das nicht schon ein Pferd davor getan hat, dann hat es mir spätestens jetzt Sammy gelernt - ohne Zeit musst du garnicht bei ihr anfangen!
Als ich Sammy bekommen habe, wollte ich alles gleichzeitig schaffen. Ich wollte mit meinem Pony arbeiten und ihr Vertrauen gewinnen, aber gleichzeitig auch alles andere, was ich immer gemacht habe, nicht einfach so weglassen. Also zusätzlich zu meinem Pony noch Montags Reitbeteiligung, Dienstags Reitstunde, Mittwochs Reitbeteiligung, Freitags meistens noch ein Pferd reiten und am Wochenende meistens noch zwei andere Pferde. Dazu vormittags in die Schule und abends lernen, was am Abend nicht ging eben morgens um halb fünf. (Schule ist natürlich kein Thema, früh aufstehen macht ja nichts und notentechnisch hab ich wirklich kein Problem!) ;-)
So langsam habe ich aber immer mehr Pferde fallen gelassen, bis nur noch die wichtigsten übrig geblieben sind, die ich nie nie nie aufgeben würde!
Und erst dadurch habe ich gemerkt, wie viel die Zeit für Sammy bedeutet. Sie freut sich mehr aufs Arbeiten, ist beim Reiten besser, wir werden langsam ein Team und auch im Umgang zeigt sie mir ganz deutlich, wann ich mir genug Zeit gelassen habe und wann sie enttäuscht ist, dass ich nach dem Reiten einfach gehe.
Wenn ich am Donnerstag lang Schule habe, bekommt Sammy meistens arbeitsfrei. Ich gehe trotzdem zum Stall und verbringe eine Stunde mit ihr. Meistens putze ich sie und setze mich dann einfach zu ihr in die Box.
Ich denke, dass man als Team nicht nur arbeiten sollte, sondern dem Partner auch zeigen, dass man ihn gerne hat. das geht eben nur, wenn man sich die Zeit nimmt und etwas mit ihm unternimmt. Vielleicht errinnert euch das auch an eine Bekanntschaft aus eurer Schule oder Arbeit. Nur gemeinsam arbeiten bringt meistens keine Freundschaft, man muss den Partner kennenlernen, um ein gutes Team zu werden!


Mittwoch, 15. Juni 2016

Das Problem mit der Abwechslung - hab ich eigentlich nicht!

Mich hat jemand gefragt, ob ich mal schreiben kann, was ich mit Sammy als Abwechslung zum Reiten mache. Aber ich finde eigentlich, dass man gar nicht sagen kann, dass Reiten immer nur Reiten ist. Reiten hat doch an sich schon eine große Möglichkeit an Abwechslung...?
Eigentlich kommt es bei mir immer ziemlich auf die Zeit an.
Wenn ich Zeit habe, reite ich.
Aber öfter wie zweimal pro Woche wird es nichts mit Dressur. Einmal reite ich normal Dressur, einmal stehen irgendwo Hütchen. Manchmal stehen Cavaletti oder Stangen auf dem Platz und mindestens einmal pro Woche sind wir Ausreiten. Natürlich kann es auch sein, dass man auf dem Platz nur noch Stangen und Hütchen sieht und gar nicht mehr weiß, wo man noch hin reiten soll.
Manchmal reite ich auch ohne Sattel.
Wenn ich nicht reiten kann oder will, gibt es ja schon drei Begriffe für die Bodenarbeit: Bodenarbeit, Handarbeit und Freiarbeit.
Bodenarbeit ist für mich mit Halfter und Strick. Da übe ich manchmal nur ganz normale Sachen wie stehen bleiben, wenn ich stehen bleibe, oder nicht in mich rein laufen. Manchmal mache ich dann aber auch Schrecktraining, auch wenn das bei diesem Pony echt sinnlos ist (Ein roter Teppich? Kann man sich da drauf wälzen? - ein Ball? Schmeckt ganz gut - ein Regenschirm? Na und, warum wedelst du damit so in der Luft rum?)
Freiarbeit ist für mich ohne alles. Einfach nur ein Pferd und ein Mensch ohne irgendein Hilfsmittel. Klappt nur, wenn jeder dem anderen vertraut.
Handarbeit ist für mich vom Boden aus mit Trense arbeiten. Geht auch mit Stangen und Hütchen.
Longieren kennt wohl jeder. Kann aber auch unterschiedlich sein. Mit Kappzaum, mit Halfter, ausgebunden oder nicht, über Stangen, ab und zu Zirkel vergrößern und verkleinern...
Man kann auch mal nur mit dem Pferd spazieren gehen oder joggen gehen.
Zirkustricks sind auch eine schöne Abwechslung.
Einmal pro Woche bekommt Sammy aber komplett Pause, da putze ich sie nur oder setze mich kurz zu ihr in die Box.

Also, soviel zu "Reiten ist einseitig" 

Donnerstag, 2. Juni 2016

Eifersucht im Stall - nicht aufgeben!

Deine Stallkollegin hat schon wieder die neueste Kollektion deiner Lieblingsmarke, aber du hast noch nicht genug Geld dafür übrig... Ein Grund, nicht mehr mit dieser zu reden!
Deine beste Freundin schwärmt bei dir nach ihrer Reitstunde, wie gut es ihr momentan mit ihrem Pferd geht, aber dein Pferd läuft momentan gar nicht so, wie du es gerne hättest... du sagst nur ganz ausdruckslos "schön für dich!" und ärgerst dich insgeheim noch mehr über dein Pferd.
Die Stallbesitzerin kommt mit einer Schleife von ihrer ersten S-Dressur und du hast immer noch nicht auch nur einmal bei einer A-Dressur gewonnen, obwohl du seit zwei Jahren A gehst... Lieber schnell in der Sattelkammer verschwinden, bevor du den Bericht hören musst.
Bei deiner Reitbeteiligung ist dein Pferd sowieso braver wie bei dir. Sollte man kündigen! Und sowieso - warum hat man sich die überhaupt angeschafft?! 


Aber überlegte doch mal, was du gut kannst. Vielleicht sind deine Ziele zu hoch oder du willst eigentlich etwas ganz anderes erreichen. Jeder arbeitet hart für seine Ziele, so hat sicher auch die S-Reiterin von vorher mal eine A-Dressur verloren. Aber sie hat weitergearbeitet.
Freue dich mit den anderen und lache über deine eigenen Probleme. Am besten siehst du das gar nicht als Problem, sondern eben mal als schlechten Tag oder als ein "Nicht genug geübt"
Sei glücklich, denn du hast das Glück, mit einem so tollen Tier arbeiten zu dürfen! Freu dich über kleine Schritte und auch mit anderen, und du wirst sehen, sie werden sich auch mit dir freuen und du kommst schneller an dein Ziel als geplant!

Montag, 23. Mai 2016

Unser neuer Stall

Ich habe euch erzählt, dass Sammy umgezogen ist. 
Aber wohin, wisst ihr noch nicht - deswegen zeige ich euch heute meinen neuen Stall!

 Wenn man zur Einfahrt hereinfährt, gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Obstgarten mit Apfelbäumen, außerdem steht dort eine große Kastanie, die ihren Schatten auf die Einfahrt wirft. Danach kommt man in einen Hof, wo links drei Garagen und ein großes weißes Wohnhaus stehen, wo davor eine Linde steht und im Frühling manchmal die Zuchtstute mit ihrem Fohlen spielen darf. 

Auf der rechten Seite steht ein großer Stall für fast 20 Pferde, dazu kommt ein schönes Strohlager und eine wackelige Treppe, die zum Heuboden führt. Doch wenn man dort so steht, liegt hinter einem ein kleinerer Stall für vier Pferde, in dem Säule stehen und die Decke gewölbt ist. Dort ist auch Sammys Box, mit Blick in den Obstgarten und Richtung Dorf. Ihr könnt den kleinen Stall im Hintergrund von dem Fohlenbild sehen. Typisch für den Hof ist auch der Anhänger, der immer mitten im Weg steht, doch was alle Blicke auf sich zieh, vor allem morgens, sind die Koppeln, die zu einem Fluss führen und hinter dessen Schilf die Sonne aufgeht. Dort liegt auch der Reitplatz.
               
Dieser Stall ist etwas besonderes für mich! Meine Kindheit, die ich dort verbracht habe und verbringen werde. Pferde, die ich alle in- und auswendig kenne. Reiter, die mich kennen. 
Eine Heimat, die ich jetzt mit Sammy teilen darf!